1. Einleitung
Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess, der durch multiple Faktoren vorangetrieben wird: Digitalisierung, demografischer Wandel, Veränderungen globaler Wirtschaftsstrukturen und ökologische Transformationsprozesse. Diese Entwicklungen führen nicht nur zu quantitativen Verschiebungen in der Arbeitsnachfrage, sondern verändern die qualitativen Anforderungen an Arbeitskräfte und die institutionellen Rahmenbedingungen der Arbeitsmärkte grundlegend.
Die vorliegende Analyse untersucht diese Transformationsprozesse aus einer soziologisch-institutionellen Perspektive. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich Arbeitsmarktstrukturen im Kontext des strukturellen Wandels verändern und welche Implikationen dies für Qualifikationsanforderungen und institutionelle Anpassungsprozesse hat. Drei zentrale Forschungsfragen leiten die Untersuchung:
- Welche makroökonomischen Rahmenbedingungen prägen den strukturellen Wandel der Arbeitsmärkte?
- Wie verändern sich Arbeitsmarktstrukturen und Qualifikationsanforderungen in verschiedenen Sektoren und Berufsfeldern?
- Welche institutionellen Anpassungsprozesse sind erforderlich, um den strukturellen Wandel sozialverträglich zu gestalten?
Methodisch kombiniert die Studie eine quantitative Analyse von Arbeitsmarktdaten und Berufsfeldprojektionen mit qualitativen Fallstudien zu institutionellen Anpassungsprozessen. Diese Methodentriangulation ermöglicht ein differenziertes Verständnis der komplexen Wechselwirkungen zwischen strukturellen Veränderungen, individuellen Anpassungsstrategien und institutionellen Rahmenbedingungen.