Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Wurzel eines jeden Produktionsproblems in einem einzigen Diagramm sichtbar machen – das Fischgrätendiagramm eröffnet Ihnen die Möglichkeit, alle Einflussfaktoren auf einen Blick zu erkennen und so nachhaltige Verbesserungen in Ihrem Unternehmen zu erzielen.
1. Einleitung
In der hochdynamischen Metall- und Elektroindustrie sind Fehlerquellen und Qualitätsmängel nicht selten und können zu erheblichen Kosten sowie zu Produktionsausfällen führen. Unternehmen, die sich kontinuierlich verbessern möchten, benötigen daher effektive Werkzeuge, um Ursachen von Problemen systematisch zu identifizieren und zu beseitigen. Ein bewährtes Instrument in diesem Kontext ist das Fischgrätendiagramm, auch bekannt als Ishikawa-Diagramm.
Das Fischgrätendiagramm dient der visuellen Darstellung von Ursachen-Wirkungs-Beziehungen. Durch die grafische Aufschlüsselung eines Problems in seine Einzelkomponenten können auch versteckte Zusammenhänge aufgedeckt werden. Diese Methode unterstützt Unternehmen dabei, die zugrunde liegenden Ursachen von Fehlern zu analysieren und darauf basierend zielgerichtete Gegenmaßnahmen zu entwickeln.
Dieses Essay widmet sich einer umfassenden Darstellung des Fischgrätendiagramms. Zunächst werden die theoretischen Grundlagen und Zielsetzungen der Methode erläutert. Anschließend erfolgt eine detaillierte Erklärung des Aufbaus und der Vorgehensweise beim Erstellen eines solchen Diagramms. Anhand eines praxisnahen Beispiels – der Ursachenanalyse von Montagefehlern in einem elektrotechnischen Fertigungsprozess – wird die Anwendung des Instruments in der Industrie veranschaulicht. Abschließend werden die Vorteile, Herausforderungen und zukünftigen Perspektiven diskutiert, bevor ein Ausblick sowie ein Literaturverzeichnis und passende Hashtags folgen.